Fraser Island & Hervey Bay

4 07 2009

Eine halbe Woche nach Sydney und einigen guten Partys ging es in reizender & multikultureller Begleitung von Julia, Tania und Paola mit Mietauto nach Hervey Bay, einem kleinen Ort, der für Fraser Island das ist, was Airlie Beach für die Whitsundays ist: Ausgangspunkt für die meisten Trips in die Region.

Samstag morgen gegen 8 Uhr wurde dann also das Auto geholt und losgedüst. Ein kleiner Hyundai Getz mit manueller Gangschaltung. Ich wusste ja, dass das Lenkrad auf der falschen Seite ist (was mich nicht davon abgehalten hat in ca. 50% der Fälle trotzdem erstmal auf der Beifahrerseite einzusteigen), aber das bis auf die Pedale alles vertauscht ist, war mir auch neu… die größte und komplizierteste Umstellung ist das Schalten mit links… was mit rechts kein Problem ist und auch mit verbundenen Augen klappt, kann mit links ab und an zum Problem werden. Eigentlich gewöhnt man sich aber schnell dran, man muss aber doch des öfteren mal hektisch nach links gucken, da der Schaltknueppel meist nicht da ist, wo man ihn vermutet… Scheibenwischer und Blinker sind auch vertauscht, was dazu führte, dass manchmal ohne Blinken, dafuer aber mit frisch und trocken gewischten Scheiben abegebogen wurde 🙂

In Hervey Bay angekommen, bezogen wir gleich das Hostel namens „Whoolshed“… das machte auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck… gemütliche 6-Bett-Holzhaeuser mit viel Platz in Regenwaldatmosphaere… ausserdem eine gut eingerichtete Küche und ein großer Gemeinschaftsraum… alles sehr gemütlich.

Es ging dann natürlich gleich erstmal zum Strand, wo Julia, die direkt aus Sydney geflogen kam, schon in der Sonne brutzelte… so läuft das hier halt im tiefsten Winter in Queensland… 🙂 (von Neid geprägte Kommentare willkommen) keine Wolken, 25-30 Grad in der Sonne… so lange kein Wind da ist…

Nachdem die Sonne weg und der Wind dafür da war, machten wir uns auf zum Einkaufen… die hervorragenden Kochbedingungen wollten ja genutzt werden. Und der obligatorische Goon durfte auch nicht fehlen… Beim Durchkreuzen von Hervey Bay war uns schon bei der Ankunft ein Aldi-Markt aufgefallen und da wollten wir natürlich hin… sieht von innen aus wie ein Aldi aus Deutschland, es gibt Haribo Gummiebärchen… nur Alkohol wird, zumindest in Queensland, nicht verkauft. Neben Haribo landeten dann also die üblichen Verdaechtigen für BBQ und Nutella-Banane-Toast im Einkaufswagen.

girls doing the premium bbq

girls doing the premium bbq

Wieder zurück im Whoolshedangekommen, machten wir uns nach einer kleinen Erfrischung (Dusche) und einer größeren Pause (die holde Weiblichkeit wäre nach 5 Minuten fast eingeschlafen) an unser Deluxe-BBQ mit Spiessen, Hähnchen und haufenweise Gemüse… um dann vollgefuttert im Gemeinschaftsraum dem Goon und ein paar Spielen zu fröhnen… hängen geblieben sind wir dann bei einer deutschen Version von Trival Pursuit. Julia und ich mussten die von Paola (Italienerin) und Tania (Mexikanerin) vorgelesenen Fragen beantworten… gar nicht mal so einfach, was manchmal aber auch nicht unbedingt an den Fragen selbst lag… 🙂 Paola und Tania wurden aber von Frage zu Frage besser, so dass wir am Ende ab und an auch mal verstanden haben, was uns da vorgelesen wurde…

Am 2. Tag wollten wir mit unserer gemieteten Freiheit die Gegend unsicher machen… aber was nur? Ein paar Nationalparks, einige Straende und Bundaberg standen zur Auswahl. Schnell wurde aber klar, dass die Distanzen auf der Karte kleiner aussehen, als sie dann tatsaechlich sind… und die Gegend um Hervey Bay auch nicht unbedingt praechtig ausgeschildert ist. Nach einigem Hin und Her sind wir dann die Ostkueste hoch gefahren um ein paar Straende verschlafener Fischerdoerfer zu erkunden. So ging es also ueber Toogoom und Burrum Heads am Ende zum Woodgate Strand zum Sonnenbaden und relaxen. Ein schoener, sehr langgezogener Strand, an dem man die meiste Zeit bis zum Horizont keinen weiter sieht.

Tania sneaking up

Tania sneaking up

Auf der Ruecktour wurde sich dann noch bei der „beruehmten“ Mammino’s Eisfabrik, eher ein kleiner Eisladen, ein Eis aus dem Sortiment ausgefallener Geschmacksrichtungen gegoennt. Mein gewoehnliches Erdbeer-Eis fiel da gegen Peanut- und Kaffee-Eis mit allem Drum und Dran schon eher aus der Reihe.

Zurueck in Hervey gab es nach dem Dinner wieder einen lustigen Abend mit Goon , ohne Trival Pursuit, dafuer aber mit ein paar Varianten kurzweiliger Kartenspiele.

Am 3. Tag kam dann das Highlight: ein Tagestrip nach Fraser Island fuer 169$. Wir wurden morgens gegen 7 Uhr vom Hostel abgeholt und zur Faehre gefahren. In der Bucht zwischen dem Festland und Fraser sollen sich in der Saision von Juli bis Oktober auch viele Wale herumtreiben. Leider hatte sich mitten im Juni noch kein Wal hier hin verirrt.

Angekommen auf Fraser wurde man auf die geländefähigen Busse (basierend auf deutscher Militärtechnik 🙂 ) aufgeteilt und dann ging es auch schon los. Fraser ist die größte Sand-Insel der Welt und knapp 150km lang. Enstanden ist sie wohl dadurch, dass über ein paar Millönchen von Jahren Sand von den südlicheren Teilen der Ostküste Sand angespült wurde und dafür, dass die Insel wirklich nur aus Sand besteht, wächst eine Menge darauf. Innerhalb von einigen hundert Metern wechselt man zwischen normalem Laubwald zu Nadelwald um dann mitten im Regenwald zu stehen. An der Ostküste ging mit unserem Bus auf den Strand, auf dem dann mit 80km/h geheizt wurde. Auch hier hat sich das recht komische Wetter der letzten Monate bemerkbar gemacht und einiges an Strand wurde weggespült, so dass man mittlerweile an einigen Stellen den Strand umfahren muss.

Ab und an sieht man auf der Fahrt wohl Dingos und seltener auch Delfine und Wale. Nachdem ein Dingo direkt 2m neben unserem Bus Fischreste von Anglern ausgebuddelt hat, habe ich kurz danach einen Wal gesehen. Anders kann ich mir die Fontäne und das riesige Ding, was anschließend ordentlich ins Wasser geplatscht ist, nicht erklären… 🙂

Eli Creek

Eli Creek

Der erste Stopp war bei Eli Creek, einem kleinen Fluss der vom Inneren der Insel hier über den Strand ins Meer fließt. Man fühlt sich sofort wie mitten im tiefsten Regenwald und wir haben uns es natürlich nicht nehmen lassen durch den Fluss zurück zum Strand zu waten. Danach ging es weiter zur nächsten Attraktion, den „coloured sands“. Sind Felsformationen die aufgrund ihrer Zusammensetzung in den verschiedensten Farben leuchten. War jetzt nicht allzu spannend, also gleich weiter zum Nächsten 🙂 das war dann das Schiffswrack der S.S. Maheno, die 1935 hier in einem Sturm auf Grund gelaufen ist. Eigentlich sollte das Schiff nach Asien zur Verschrottung geschleppt werden, aber ich denke dafür gab es im Endeffekt keine Abwrackprämie. Sieht hier aber echt beeindruckend aus und macht sich gut als Attraktion 🙂 na ja… 1o Minuten staunen, Fotos und weiter ging’s zur Hauptattraktion, Lake McKenzie!

Shipwreck

Shipwreck

Lake McKenzie ist ein See ohne natürlich Zu- & Abfluss, der nur durch Regenwasser gespeist wird und einen Strand fast so weiß wie Whitehaven Beach hat. Der Anblick war wirklich beeindruckend und es war wirklich Schade, dass man auf der 1-Day-Tour hier nur ca. 45 Minuten hat und die ganzen Tour-Gruppen hier anscheinend zur gleichen Zeit ankommen. Trotz eisigen 18°C habe ich es mir aber nicht nehmen lassen in dem glasklaren Wasser etwas zu schwimmen… Herrlich für 5 Minuten… 🙂

Lake McKenzie

Lake McKenzie

Nach diesem Highlight ging es dann zum letzten Stopp, einem kleinen Spaziergang durch Frasers Regenwald. Was sich auf Fraser auf kleinstem Platz an unterschiedlichen Sachen entdecken lässt ist schon sehr beeindruckend. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Insel nur aus Sand besteht und man sich dann fragt, wie dort überhaupt etwas wachsen kann und dann gleich ein Regenwald… oder wie dort überhaupt ein See bestehen kann…

Sunset

Sunset

Dann ging es aber auch schon wieder zurück zur Fähre und auf dieser direkt in den Sonnenuntergang zurück auf’s Festland, ein weiteres Highlight, dass zumindest bei uns einfach so dabei war. Nache diesem herrlichen, erlebnisreichen Tag sollte es am nächsten Tag dann auch leider schon wieder zurück nach Brissie gehen. Natürlich nicht ohne einen Abstecher zu einem weiteren herrlichen Strand unterzubringen… 🙂 Also ging es nach und zum Rainbow Beach vor der Südspitze Frasers. Nach ein paar Stunden in der prallen Wintersonne an diesem schönen Strand, siegte dann doch der etwas kühlere Wind über die Sonne und so entschieden wir, uns auf die Suche nach etwas Essbarem zu machen. Fündig wurden wir bei einem Restaurant, in dem ein Gast gerade einen sehr schmackhaft aussehenden und riesigen Burger verspeiste. Das musste der angepriesene Premium Gourmet-Burger für 12$ inkl. Coke sein, den wir dann auch alle bestellten. Ich fiel mit Hühnchen mal wieder aus der Reihe, die Mädels bestellten alle die Fisch-Variante. Der vermutete Premium-Burger des anderen Gasts stellte sich dann aber als „normale“ Variante heraus und wir bekamen einen sogar gesund aussehenden Riesen-Burger im Giabatta-Brot mit viel Salat, Gemüse und dazu Pommes!! Die 12$ haben sich auf alle Fälle gelohnt 🙂

Premium Burger

Premium Burger

Danach ging es dann aber doch direkt und relativ unspektakulär zurück nach Brissie…

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8 07 2009
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Ein sehr interessanter Artikel. Sollten Sie noch weitere Informationen haben – wurde ich mich freuen

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