Traumstrand inklusive (unter anderem…)

15 05 2009

Was machen während des Easter-Breaks??

Das stand für mich dann doch relativ schnell fest: ab zu den Whitsundays. Die Whitsunday Island die größte Insel in einer Region mit 73 weiteren Inseln am südlichen Anfang des Great Barrier Reefs, eines der zahlreichen Weltwunder, die Australien so zu bieten hat. Dort sollte dann auch gleich der Tauchschein gemacht werden, wenn man mal schon irgendwo ist, wo es auch gleich haufenweise Spektakuläres zu sehen gibt. Also… gleich mal den Tauchkurs und Unterkunft nen paar Wochen im Vorausgebucht. Um alles andere kann man sich ja dann später noch kümmern.

Sunlander Train

Der Ausgangspunkt für so ziemlich alle Aktivitäten in dieser Gegend ist Airlie Beach. Hier sind auch die meisten Hotels/Hostels und auch ich sollte hier in einem Hostel untergebracht werden. Um dorthin zu kommen standen Mietauto, Flugzeug und Zug zur Verfügung. Da ich mich relativ spät drum gekümmert habe, fiel ein Flug schon mal weg: zu teuer. Auto war auch nicht gerade günstig, versprach aber einiges an Freiheit vor Ort. Letztendlich wurde es dann doch die „günstigste“ Variante: der Zug. Da gibt es hier zwei verschiedene, die an der Ostküste entlang juckeln. Ich habe dann den Tilt-Train gebucht, eine Art „Schnellzug“, aber auch nur für australische Verhältnisse: geplante 15 Stunden für 900km sind alles, aber nicht schnell. Am Tag vor der Abreise rief dann auch jemand von der Bahngesellschaft bei mir an. Ich hätte ein Upgrade von meinem Business-Schlafsessel auf eine FirstClass-Schlafkabine bekommen. Toll, dachte ich… endlich mal auch ein Upgrade für lau. Danach kam dann noch der kleine Hinweis, dass der Zug nicht von Brisbane aus starten soll, sondern erst ein Transfer per Bus zu einem Ort knappe 200km nördlich von Brisbane. Und es würde auch nicht der Tilt-Train, sondern der Sunlander-Train sein. Also geplante 18 anstelle der 13 Stunden. Aber was soll’s… ist ja eh der einzige Zug, der fährt. Die Schlafkabine war echt super. Die Fahrt an sich nicht so… nachdem ich Freitag 18 Uhr aus Brisbane gestartet war und ich laut Reiseplan gegen 9 Uhr morgens in Airlie Beach ankommen sollte, musste ich feststellen, dass wir gegen 10 Uhr noch nicht mal in der Nähe waren. Na ja, mit knappen 7 Stunden Verspätung kam ich dann in Airlie an nur um dort festzustellen, dass das Reisecenter, über das ich Tauchschein und Unterkunft gebucht hatte, vergessen hatte, mich im Hostel einzubuchen. Macht sich gut, denn über die Osterferien ist ja die Umgebung auch nur überflutet von Urlaubern, so dass es kein einziges freies Bett in den Hosteln mehr gab. Untergekommen war ich dann in einer Art Tipi-Zelt auf einem Campingplatz in der Nähe von Airlie Beach. Es gibt schlimmeres.

Airlie Beach

Am Sonntag ging dann auch gleich der Tauchkurs los. Nachdem ich mir in dem Büro der Tauchschule eine DVD zur Sicherheit beim Tauchen angeguckt habe und noch schnell ein Foto gemacht wurde, was einem Sträflings-Foto gleichkommt, ging es auch schon auf zum Schiff, was mich die nächsten drei Tage immer zum Knuckle Reef bringen sollte… nichts mit Übungen im Pool oder so’nem Anfängerkram… gleich rein ins Meer ☺ Das Schiff war echt cool. Katamaran-ähnlich und für eine Fähre schon ziemlich groß. Das ist dann zu einem Pontoon am Knuckle Reef aufgebrochen, also einer Art Schiff, dass als ständige Plattform neben dem Riff platziert wurde. Auf dem Schiff gab’s erstmal nen kleines Frühstück. Das bekam nicht allen wirklich gut, denn die Fahrt am ersten Tag war schon sehr ruppig. Wenn man auf dem Sonnendeck stand musste man sich irgendwo festhalten, gehen war kaum möglich und selbst wenn man einfach nur fest auf beiden Beinen stand, kam es einem manchmal so vor, als würde man hochspringen, wenn das Schiff nach einer Welle mal wieder abgesackt ist. Ich fand’s sehr lustig, die Hälfte der Passagiere sah aber nicht danach aus ☺ Kurz vor Ende der Fahrt musste ich dann noch ein paar Übungen am Tauch-Equipment durchführen: die ganzen Gerätschaften zusammen- und auseinanderbauen, so als erste Theorie-Stunde.

SSI-CardSnorkeling

Auf dem Pontoon angekommen wurde erstmal geschnorchelt, da ich noch etwas Zeit hatte bis zum ersten Tauchgang. Alleine das war schon sehr beeindruckend. Aber das langweilige Gedöns jetzt mal nen bissel abgekürzt und gleich zum ersten Tauchgang. Der war echt cool. Was man beim Schnorcheln nur oberflächlich sieht endlich mal auch in seiner ganzen Pracht und von allen Seiten bestaunen. Wie so ziemlich alle wissen, hasse ich Fische und esse die nicht mal ☺ aber das hier war schon sehr beeindruckend. Ich habe Korallenriffe angefasst, Haufenweise unterschiedlichste Fische und Fischschwärme gesehen, die auch bis auf wenige Zentimeter rankamen. Ein Fisch dort am Riff, den ich leider nicht selber gesehen habe, ist auch ungefähr so groß wie die meisten Asiaten, die in Scharen die Schnorchel- und Tauchtrips buchen. Ich habe leider nur einen Schwarm der gleichen Gattung gesehen, die vielleicht knapp über 1 Meter groß waren. Zwei meiner 6 Tauchgänge waren dann sogenannte Skills-Tauchgänge: hier wurden die für den Tauchschein nötigen Fähigkeiten vermittelt, also einstellen der sogenannten „Buoyancy“, also das Füllen der Tauchweste mit Luft, so dass man im Wasser „schwebt“, simulieren eines Ausfalls der Atemgeräte und somit das Atmen über das Sicherheitsatemgerät des Tauchpartners, Gewichtsgürtel und Schwimmweste unter Wasser an- und ablegen und Taucherbrille unter Wasser abnehmen und wieder aufsetzen. War auch sehr spannend… auch wenn’s nur simuliert ist, aber das Ausfall-Training war schon sehr spannend und ein bissel mulmig war einem auch, da man ja nicht wusste, ob der Tauchpartner die Abfolge und sein Equipment richtig im Griff hat. Die restlichen 4 Tauchgänge wurden genutzt um ein bisschen vom Riff zu sehen. Dabei konnte ich Korallen anfassen, Fische verschrecken, habe einen Seestern und eine Seegurke in der Hand gehabt (sehr komisches Gefühl) und haufenweise interessanter und komischer Meeresbewohner gesehen, darunter Rochen, diese Art von Riesenfisch und auch Fische mit Verhaltensstörung, die immer auf ca. 10cm rangeschwommen sind, um dann in Panik abzuhauen (wahrscheinlich wegen der ganzen Touristen wie mir, die sie jeden Tag zu sehen bekommen).

PontoonDiving

Ansonsten habe ich die Gegend um Airlie Beach erkundet, war im … National Park und in Shute Harbour. Abends war dann entweder ein bisschen Ruhe oder Party angesagt und da Airlie Beach der einzige Touristen- bzw. Backpacker-Ort in der Nähe ist, kann man letzteres auch jeden Tag, wenn man denn auf den üblichen 90’er-Jahre Techno und fiesen HipHop steht.
Am Freitag habe ich dann noch kurzfristig einen Segel-Trip auf der Camira, einem Segel-Katamaran, gebucht. Der Trip ging vorbei an Hook Island, wo ich ein bisschen Schnorcheln war (was aber nicht annähernd an das Knuckle Reef rankam) zum Whiteheaven Beach. Und da ist der Name Programm. Wenn man sich der Insel nähert, sieht man wirklich nur einen weißen Streifen und die Spannung steigt ins unermessliche, da man sich einen solchen Strand einfach nicht vorstellen kann. Nach dem Schnorcheln vor Hook Island wurde auf der Camira dann auch die „Bar“ eröffnet und da es ein „all inclusive“-Trip war, bestand diese aus einer Kühlbox mit Wein und Bier zum selbst bedienen ☺ Mit einem kleinen Wein in der Hand, dem Wind im Haar und der Vorfreude ging es nun also auf diesen blendend weißen Streifen zu. Und mit dem Motorboot dann endgültig zum Strand. Kaum am Strand angekommen, war man sofort überwältigt und der Whiteheaven Beach ist wirklich der mit Abstand beste Strand, den ich je gesehen habe. Da musste man sich also gleich in den Sand schmeißen und für ein paar Minuten einfach nur die Umgebung und das Wetter genießen. Nach einer Stunde im Paradies ging es dann aber auch schon wieder zurück auf die Camira und mit nem Wein in der Hand dann vorbei an Hook Island, der Insel mit dem teuersten Hotel/Resort Australiens und haufenweise Urlaubshäusern von internationalen Stars, und wieder zurück nach Airlie Beach. Obwohl, mit 139$, nicht gerade günstig, war es wohl der bisher beste Trip, den ich hier drüben gemacht habe.

Whiteheaven_CamiraWhiteheavenBeach

Am Samstag ging es dann wieder mit dem Zug zurück nach Brisbane. Viel muss man da nicht erwähnen, außer das ich diesmal nur einen Economy-Sitz hatte und der Zug auch erst mit knappen 4 Stunden Verspätung ankam.

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2 responses

18 05 2009
Leif

wer macht eigentlich immer diese „scharfen“ Bilder?

Liebe Grüße und viel Spaß noch

20 05 2009
bjoernb1601

Die machen sich von selbst hier drüben 🙂
in dem Fall wurden sie von einer gemacht, die auch International Student an meiner Uni ist und mit auf dem Trip war…

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